Engelgeschichten

Friday, 23. december 2011 5 23 /12 /Dez. /2011 13:19

Ich wünsche frohe Weihnachten und viel Spass beim Lesen der Weihnachtsgeschichte 2010. Ich habe es leider letztes Jahr irgendwie verabsäumt, die Geschichte hier zu veröffentlichen. Das tat mir leid und so habe ich mir geschworen, sie wenn auch verspätet zu Weihnachten 2011 zu bloggen. Die Weihnachtstexte von 2011 könnt Ihr hier lesen: Weihnachtsgedicht 2011 und "Der Weihnachtsmann und die Einhörner". Nun geht es aber los mit der Geschichte.

 

Der Schnee-Engel

 

Es war nicht mehr lange bis Weihnachten, nur mehr ein paar Tage. Draußen schneite es große Flocken. „Mama! Gehen wir raus! Wir könnten aus dem Schnee etwas basteln!“ Rief die Kleine Angelika und ihre Kinderaugen leuchteten. „Okay Angie, geh schon mal vor. Du könntest ja anfangen, einen Schneemann zu bauen.“ Schlug die Mutter vor. „Ach Mama! Immer nur Schneemann bauen ist doch langweilig!“ Beschwerte sich Angelika und rümpfte die Nase. „Tja, dann lass Dir doch was neues einfallen Kind“. Sagte die Mutter seufzend und fügte noch hinzu: „Ich hab hier in der Küche noch einiges zutun. Ich komme bald nach okay?“ „Okay.“ Sagte Angelika und schlurfte nachdenklich aus der Küche.

 

Während sie sich die Stiefel anzog, dachte Angelika angestrengt nach: „Hm, was könnte man aus Schnee noch alles machen, außer einen Schneemann?“ Dann kam ihr plötzlich Weihnachten in den Sinn und sie sagte zu sich: „Ja! Ich hab’s! Ich mache einen Schnee-Engel! Bin mal gespannt, was Mama dazu sagt.“ Freudig hüpfte Angelika im Vorraum auf und ab,. Dann zog sie ihre Jacke an und ging hinaus in den Schnee.

 

Eifrig begann Angelika den Engel aus Schnee zu formen. Als die Mutter dann auch in den Garten kam, half sie mit. Sie war von der Idee ihrer Tochter begeistert! Mutter und Tochter hatten sehr viel Spaß im Schnee. Nach einiger Zeit, stand dann ein wunderschöner Schnee-Engel im Garten. „Mami? Wenn dann morgen vielleicht die Sonne scheint, wird der Schnee-Engel sicher schön in der Sonne glitzern oder?“ Fragte Angelika und lächelte die Mutter an. Diese lächelte zurück und sagte: „Das ist durchaus möglich, mein Schatz!“ Dann umarmte sie ihre kleine Tochter und drückte sie ganz fest an sich. „Ich hab Dich lieb Mama!“ Sagte Angelika, und drückte ihrer Mutter einen Kuss auf die Wange. „Ich hab Dich auch lieb Angelika.“ Erwiderte die Mutter und drückte  der Kleinen auch ein Küsschen auf die Wange. Dann meinte die Mutter, es wäre jetzt Zeit, wieder ins Haus zu gehen. Aber Angelika wollte noch draußen bleiben, und den Schnee-Engel beobachten. Die Mutter gewährte ihr noch 5 Minuten und Angelika war einverstanden. Nach 5 Minuten kam Angelika dann ins Haus. „Das war ein schöner Nachmittag! Nicht wahr Mama?“ Die Mutter nickte und lächelte Angelika an.

 

In der Nacht hatte Angelika einen Traum. Sie träumte, dass ein richtiger Engel im Garten landete. Dieser Engel sah den aus Schnee geformten Engel und schwebte auf ihn zu. „Hallo, Du Engel aus Schnee!“ Grüßte der Engel und berührte mit einem seiner Flügel die Flügel des Schnee-Engels. Nur wenige Augenblicke später verwandelte sich der Schnee-Engel in einen richtigen Engel mit weißen Gewändern, eingehüllt in einen Lichtmantel. Beide Engel flogen vor Freude um die Wette. Der Engel, der noch bis vor kurzem aus Schnee war, fühlte sich nun leicht und frei, und nicht mehr kalt und nass. Nach dem Wettfliegen, flog der Engel mit dem ehemaligen Schnee-Engel in die himmlischen Welten davon.

 

Angelika wurde daraufhin wach und weinte bitterlich. Die Mutter hörte das Weinen und rannte ins Kinderzimmer. „Mein Schatz, was hast Du denn? Hast Du schlecht geträumt?“ Fragte sie fürsorglich und streichelte das weinende Kind. Traurig berichtete Angelika ihrer Mutter den Traum mit allen Einzelheiten. „Mach Dir keine Sorgen mein Kind. Manchmal träumt man halt eigenartige Dinge. Nun schlaf weiter und Du wirst sehen, dass unser Schnee-Engelchen morgen noch im Garten steht.“ Sagte die Mutter mit beruhigender Stimme. Angelika war sich da nicht so sicher und bestand darauf, jetzt obwohl es mitten in der Nacht war rausgehen zu dürfen, um zu sehen, ob der Schnee-Engel noch da war. Angelikas Mutter war damit eigentlich nicht einverstanden, aber sie dachte sich: „Wenn Angie sieht, dass er noch da ist, beruhigt sie sich schon wieder.“ Also zogen sich Mutter und Kind an, und gingen hinaus.

 

Draußen traute die Mutter ihren Augen nicht. Der Schnee-Engel war tatsächlich weg. Angelika wusste nun, dass der Traum Wahrheit enthielt und weinte noch mehr. Die Mutter wusste auch nicht mehr weiter, wie sie Angelika beruhigen und trösten sollte. Sie faltete die Hände, richtete ihren Blick zum Himmel und sagte: „Ach Du Engel, der uns den Schnee-Engel genommen hat! Gib meiner Tochter ein Zeichen, dass alles gut wird und sag uns, wie es dem ehemaligen Schnee-Engel geht. Danke, Amen!“ Dann trug die Mutter Angelika ins Haus, zog sie um, und legte sie sachte ins Bettchen. Die Mutter blieb noch eine Weile am Bettrand sitzen und versuchte weiter tröstende Worte für Angelika zu finden. Schließlich schlief Angelika vor Erschöpfung ein. Sie weinte sich in den Schlaf.

 

Im zweiten Traum erschien Angelika der Engel, der den Schnee-Engel in einen richtigen Engel verwandelte. Nun konnte Angelika mit ihm sprechen. Ihre erste Frage an den Engel war: „Warum hast Du mir den Schnee-Engel weggenommen, den Mama und ich gebastelt haben?“ „Diese Frage ist ganz einfach zu beantworten mein Kind“. Sagte der Engel. „Der liebe Schnee-Engel wollte einfach mal wissen, wie es sich anfühlt, ein richtiger Engel zu sein. Weißt Du was? Der Schnee-Engel und ich haben uns darauf geeinigt, dass er untertags als Schnee-Engel bei Euch im Garten steht, damit Du Dich daran erfreuen kannst, und in der Nacht, wenn Du schon schläfst, hole ich ihn wieder ab.“ „Heißt das, der Engel ist untertags aus Schnee, so wie ich und meine Mama ich ihn gebastelt haben, und in der Nacht ist er ein Himmelsengel?“ Fragte Angelika noch etwas unsicher, ob sie den gutmütigen Engel richtig verstanden hatte. „Du hast ganz recht.“ Erwiderte der Engel und streichelte Angelika sanft mit einem Flügel. Angelika atmete erleichtert durch. Doch dann kam ihr noch eine Frage in den Sinn: „Du lieber Engel darf ich Dich noch was fragen?“ Fragte sie schüchtern. „Nur zu mein liebes Kind!“ Antwortete der Engel ruhig. „Was passiert denn mit dem Engel, wenn kein Schnee mehr liegt, also ab dem Frühjahr?“ „Dann bekommt der Engel in unserer Himmelswelt einen ganz besonderen Platz. Von dort aus wird er dann auf Dich hinunter sehen, und Dich beschützen. Und im Winter, wenn wieder viel Schnee liegt, geht alles im gewohnten Rhythmus weiter. Bei Tag ist er aus Schnee, bei Nacht ein Engel des Himmels und des Lichts.“ Antwortete der Engel tröstend. Angelika freute sich, dass sie nun einen zusätzlichen Schutzengel hatte und fragte noch: „Du Engel? Bewacht und beschützt er auch meine Mutti?“ Der Engel antwortete lächelnd: „Ja, wenn Du das willst, wird er das auch tun.“ „Super! Dann ist der Engel nicht nur mein Schutzengel, sondern auch der von meiner Mama.“ Freute sich Angelika. Der Engel freute sich mit dem Mädchen und deckte es noch ganz sachte zu, ehe er wieder davonflog.

 

Am Morgen war alles so, wie es der Engel versprochen hatte. Den ganzen Tag lang stand der Schnee-Engel im Garten und Angelika sagte: „Du Mama, wir haben schon ein Weihnachtsgeschenk bekommen.“ „Welches denn?“ Fragte die Mutter: „Einen zusätzlichen Schutzengel.“ Antwortete Angelika und erzählte von ihrem zweiten Traum. Als Angelika mit ihrer Erzählung fertig war, sagte die Mutter lachend: „Ja, dann haben wir wohl wirklich ein vorweihnachtliches Geschenk von den Engeln bekommen.“

 

Geschrieben am: 20.12.2010

von Chimalis - veröffentlicht in: Engelgeschichten
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Monday, 28. november 2011 1 28 /11 /Nov. /2011 10:43

Ein Engel saß auf einem Teppich aus Licht, in der Nähe der Regenbogenbrücke, die Himmel und Erde miteinander verbindet. Er schaute vor sich hin, und überlegte, welche Aufgabe er übernehmen könnte. „Irgendwie würde ich gerne etwas mit Kindern machen.“ Dachte er sich.

 

Plötzlich hörte der Engel, wie sich andre Engel auf der Regenbogenbrücke aufgeregt unterhielten, und außerdem sah er, wie sie besorgt auf die Erde blickten. Schnell erhob er sich und flog zur Brücke hinüber. "Hallo Ihr Lieben! Was ist denn mit Euch los?" fragte der Engel. Einer der anderen Engel drehte sich zu ihm um und sagte: "Hallo! Schön, dass Du gekommen bist. Schau mal hier auf die Erde hinunter, dann siehst Du, wieso wir so besorgt sind." Der Engel tat wie ihm geheißen und schaute hinunter. Es machte sein Engelsherz traurig, was er da sah. Auf einem Schulhof wurde ein Mädchen von einigen anderen Mädchen gehänselt und verspottet. "Das ist ja furchtbar! Weiß jemand, wer dieses Mädchen ist?" Fragte der Engel. Ein zweiter Engel antwortete: "Das ist die kleine Emely. Sie geht in die dritte Klasse Volksschule. Eines ist klar, wir müssen sofort handeln! Wer könnte sich vorstellen, Emely zu helfen?" "Ich könnte mir vorstellen, Emely zu helfen, aber sie muss uns doch zuerst einmal um Hilfe bitten. Denn Ihr wisst ja alle, wir Engel unterliegen dem Gesetz des freien Willens." Sagte der Engel, der bis vor kurzem noch alleine auf dem Lichtteppich saß. Schön, dann viel Glück mit Deiner Aufgabe. Es wird sicher bald eine Bitte um Hilfe kommen." Sagten die anderen Engel. Der Engel bedankte sich, und flog zu seinem Haus, dass aus weißen, kuscheligen Wolken gebaut war. Er musste sich eine Weile zurückziehen, und sich eine Strategie überlegen, um Emely helfen zu können.

 

Nach der Schule lief Emely so schnell wie möglich nach Hause. Sie war matt und niedergeschlagen und hatte, obwohl sie so gute Noten hatte, genug von der Schule. Sie hatte es satt, gehänselt und verspottet zu werden. Zuhause wurde sie schon von ihrer Mutter und Hund Fluffy erwartet. "Hallo mein Schatz! Wie war's in der Schule?" Fragte die Mutter. Emely sank den Kopf und erwiderte: "Na wie schon? Doof wie immer natürlich!" Die Mutter seufzte und fragte dann: "Ist es noch immer nicht besser geworden? Ich habe doch mit Deiner Lehrerin gesprochen." "Nein, ganz im Gegenteil, es ist schlimmer geworden. Sie machen es ja nur wenn die Lehrerin nicht in der Klasse ist. Sie haben mich als Petze beschimpft, usw." Nach dem Mittagessen verschwand Emely in ihrem Zimmer, und Fluffy folgte ihr. Sie streichelte den Hund und sagte: "Ach weißt Du Fluffy, Du bist mein einziger, wahrer Freund und ich danke Dir dafür!" Dann dachte sie sich: "Ach, wenn nur ein Engel da wäre, der mir helfen könnte!" Emely ahnte noch nichts davon, dass ein Engel bereit war, ihr zu helfen. Nachdem sie sich eine Weile am Bett ausgeruht hatte, ging sie mit Fluffy spazieren, und erledigte danach ihre Hausaufgaben.

 

Einstweilen versuchte der Engel mit Emely's Schutzengel ins Gespräch zu kommen. "Hallo! Bist Du der Schutzengel von Emely?" "Ja, dass bin ich. Vielen Dank, dass Du meinem Schützling helfen willst, lieber Engel." "Ja, bitte gerne. Aber warum hast Du denn nicht schon früher etwas unternommen? Du bist ja ihr Schutzengel. Oder unterliegen Schutzengel auch dem Gesetz des freien Willens?" "Ja natürlich, das Gesetz des freien Willens gilt auch für Schutzengel. Nur im äußersten Notfall, wenn das Leben eines Menschen in Gefahr ist, dürfen wir auch so eingreifen, ohne das der Mensch darum bittet. Und Emely hat mittlerweile um Hilfe gebeten, indem sie sagte: "Ach wenn nur ein Engel da wäre, um mir zu helfen!" "Gut, dann steht meiner Aufgabe ja nichts mehr im Wege." Der Engel machte vor Freude einen Luftsprung und fügte dann hinzu: "Nun erzähl mir bitte etwas von Emely. Warum wird sie so gehänselt?" Der Schutzengel erwiderte seufzend: "Emely ist ein sehr verschlossenes Mädchen, sie ist aber immer gut in der Schule. Sie wird als Streberin beschimpft. Sie sind wohl neidisch, weil sie immer gute Noten hat, und die Anderen haben eher mittelprächtige, bis schlechte Noten. Emely ist eher eine Einzelgängerin. Sie wünscht sich so sehr, dass alle nett zu ihr sind, und das sie so wie viele andere Mädchen eine Freundin hat. Die Anführerin der Mädchenclique, von der Emely immer gehänselt wird heißt Nelly. Ich danke Dir, Du lieber Engel, dass Du Emely jetzt helfen wirst." "Ich danke Dir, lieber Schutzengel, dass Du mir so bereitwillig über Emely Auskunft gegeben hast. Mal sehen, was ich für Deinen Schützling tun kann."

 

Mittlerweile war es Abend geworden. Für Emely war nun die Schlafenszeit gekommen. Als die Mutter Emely ins Bett gebracht, und ihr einen Gute-Nacht-Kuss auf die Wange gegeben hatte, fragte Emely: "Mama? Darf ich morgen zuhause bleiben? Ich will nicht in die blöde Schule!" Die Mutter entgegnete: "Ich werde Dich morgen in die Schule begleiten, und mit der Direktorin persönlich ein Gespräch führen, und Du darfst dabei sein. Um 8 in der Früh haben wir morgen den Termin." "Das bringt doch eh nichts!" murrte Emely traurig. Die Mutter streichelte das Mädchen und erwiderte: "Schlaf jetzt schön, es wird alles gut!" Dann knipste sie das Licht aus, und verließ das Zimmer. Emely weinte noch eine Weile, bis sie vor Erschöpfung einschlief.

 

Plötzlich sah Emely im Traum ein helles Licht, und eine Stimme sagte: "Hallo Emely, Du liebes Kind!" "Hallo! Wer bist Du denn?" fragte Emely. "Ich bin ein Engel. Du hast doch um einen Engel gebeten, der Dir helfen soll. Nicht wahr?" "Ja, dass ist richtig." Sagte Emely und fragte den lichtvollen Engel: "Aber wie willst Du mir denn helfen? Es ist doch alles hoffnungslos!" "Aber nein, nur nicht aufgeben! Du sollst wissen, wenn Du uns Engel um Hilfe bittest, musst Du auch versuchen, uns Dein Vertrauen zu schenken. Morgen beim Gespräch mit der Direktorin wird es eine wundervolle Lösung geben, dafür habe ich schon gesorgt! Und es gibt in der Schule, die Du besuchst in einer Parallelklasse auch ein Mädchen, dass geärgert wird. Dieses Mädchen ist etwas schwächer, als der Rest ihrer Mitschüler. Deswegen wird sie gehänselt. Ihre Mutter will morgen auch zur Direktorin, und ich werde Euch hilfreich zur Seite stehen." sagte der Engel und streichelte Emely mit einem Flügel über den Rücken. Emely spürte dann auf einmal, dass es ihr leichter ums Herz wurde und atmete auf. Dann sagte sie: "Es ist gut zu wissen, dass ein Engel da ist, und mir, bzw. uns hilft. Von einem zweiten Mädchen, dass in dieser Schule gehänselt wird, wusste ich bisher nichts." Der Engel zwinkerte Emely noch ermutigend zu und sprach: "Du wirst sehen, es kommt alles so, wie ich es Dir gesagt habe." Danach flog er davon.

 

"Guten Morgen Emely! Aufstehen!" Ertönte die Stimme der Mutter. "Mag nicht!" murmelte Emely unter ihrer Decke hervor. Doch dann kam ihr der Traum wieder in den Sinn, in dem ihr der Engel erschienen war, und sie sprang plötzlich hellwach aus dem Bett. "Guten Morgen! Nanu? doch schon so hellwach? Wie kommt das so plötzlich?" Fragte die Mutter verwundert. Emely grinste leicht und erzählte der Mutter von ihrem Engelstraum, und was der Engel ihr sagte. Nicht nur Emely, sondern auch ihre Mutter war gespannt, wie das Gespräch bei der Direktorin verlaufen würde, und was als Lösung des Problems herauskommt.

 

Dann war es endlich soweit. Die Direktorin hatte beide Mütter und beide Mädchen zur gleichen Zeit vorgeladen. Es stimmte also, was der Engel sagte. Da war noch ein Mädchen, dass gehänselt wurde. Im Gespräch sagte die Direktorin, dass es bisher nichts half, mit den Klassenlehrerinnen und den KlassenkameradInnen zu sprechen. Beide Mädchen wurden danach nur noch ärger beschimpft. Schließlich kamen alle zum Endschluss, dass es wohl besser wäre, Emely und das zweite Mädchen auf eine andere Schule zu schicken. Die Direktorin kannte eine Schule, die nicht weit von hier entfernt war. Dort rief sie an, und die Schule war bereit, die 2 Mädchen zu übernehmen. Morgen sollten die beiden Mädchen schon in die neue Schule gehen. Mit diesem Ergebnis waren alle zufrieden.

 

Nach dem Gespräch gingen die Mütter mit den Mädchen Eis essen. Das wurde extra so eingefädelt, damit sich die beiden Mädchen und die Mütter austauschen konnten. Folgenden Dialog gab es zwischen den Mädchen: Emely: "Wie heißt Du eigentlich?" "Svenja." Antwortete das Mädchen schüchtern. Emely fragte weiter: "Warum wurdest Du geärgert?" Svenja antwortete: "Weil ich so schlecht in der Schule bin! Und Du?" Emely antwortete: "Mich hat meine Klasse wegen dem Gegenteil geärgert. Sie bezeichneten mich als Streberin, weil ich immer gute Noten hatte." Dann durchfuhr Emely ein Geistesblitz und sie sagte: "Du Svenja, was hältst Du davon, wenn ich Dir in der Schule helfe? Oder wir helfen uns gegenseitig. Wir könnten doch Freundinnen werden!" "Ja! Das ist eine großartige Idee! Danke Emely!" Sagte Svenja, und schlang ihre Arme um Emely's Hals. Die Mütter lachten, und freuten sich mit den Kindern.

 

Dann war es endlich soweit, der nächste Tag war angebrochen. Emely, Svenja und die Mütter machten sich gemeinsam auf den Weg zur neuen Schule. Dort wurden beide Mädchen sehr freundlich und herzlich empfangen. Die Mädchen waren aber zuerst noch skeptisch, denn wer weiß, ob die Mitschüler in der neuen Klasse immer so nett bleiben würden? Aber am nächsten Schultag, einen Tag nach dem Probetag verflogen alle Zweifel. Es gab keine Hänseleien mehr. Emely und Svenja fühlten sich pudelwohl in der neuen Schule und waren nicht mehr alleine, denn sie waren jetzt beste Freundinnen geworden, und halfen sich gegenseitig, wo es nur ging. "Danke, liebe Engel!" Sagten beide im Chor.

 

Der Engel war froh, die Mission erfolgreich erfüllt zu haben. Als er wieder in der Engelwelt im Himmel ankam, wurde er sehr gelobt und es gab für ihn im Rahmen eines großen Festes eine Überraschung. Er wurde offiziell zum Kinderengel ernannt und bekam den Namen Childrael. Er sollte von nun an allen Kindern helfen, die Probleme haben und/oder denen es nicht gut geht. Erwachsenen kann Engel Childrael helfen, ihr inneres Kind wieder zu finden. Childrael nahm die Aufgabe dankbar an, und fühlte sich geehrt. Mit dem Fest und der großen Überraschung hätte er nie und nimmer gerechnet. Nun hatte der Engel endlich seinen festen Platz in der Engelwelt. Engel Childrael strahlte jetzt noch heller, vor lauter Liebe, Dankbarkeit, Frohsinn, Glück und Zufriedenheit.

 

Geschrieben am: 24.11.2011

von Chimalis - veröffentlicht in: Engelgeschichten
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Friday, 9. january 2009 5 09 /01 /Jan. /2009 13:24

Ein Kleiner Engel saß auf einer Wolke. Er schaukelte auf der Wolke sanft im Wind. Das Jahr neigte sich seinem Ende zu und der Engel dachte über das bald schon vergangene Jahr nach. Er erinnerte sich zum Beispiel, wie er vom Himmel aus Kindern beim Spielen zuschaute, oder daran, dass er immer wieder den Feen und Elfen Gesellschaft leistete. Er mochte die Naturengel, und fühlte sich zu den Feen und Elfen besonders hingezogen.

 

Während der Kleine Engel so auf seiner Wolke im Wind schaukelte, und sich an das Jahr erinnerte, lauschte er den Liedern und Stimmen der Anderen Engel. Der Kleine Engel liebte es, sich hin und wieder etwas zurückzuziehen und einfach nur nachzudenken, und den Anderen Engeln zu lauschen.

 

Nachdem der Engel mit seinem gedanklichen Jahresrückblick fertig war, fiel ihm ein, dass er heute Nachmittag ja noch seine Feenfreundin Winky besuchen wollte. Das Engelchen überlegte, ob es einfach so mit seinen Flügeln fliegen sollte, oder ob es seine Wolke als Flugmittel nehmen sollte. Engel können ja auch mit den Wolken sprechen und so fragte es die Wolke, auf der es saß: „Liebe Kleine Wolke, möchtest Du bei mir bleiben?“ Die Wolke antwortete: „Ja Engelchen, ich würde sehr gerne bei Dir bleiben.“ Der Engel hüpfte in die Höhe, und landete wieder auf seiner Wolke. Nun hatte es eine Entscheidung getroffen und sagte zu der Wolke: „Du, ich will auf Dir zu Winky fliegen, und Dich ihr vorstellen!“ Die Wolke antwortete lächelnd: „Ja, ist gut. Aber solltest du nicht wieder mal zu den Anderen Engeln zurückkehren? Ich muss nämlich auch wieder einmal zu den Anderen Wolken.“ Meinte die Wolke. Der Engel nickte und sie verabredeten sich für 14 Uhr.

 

Die Anderen Engel freuten sich, als sie ihren Kleinen Gefährten erblickten und flogen auf ihn zu. „Schön, dass du da bist“! Sagte einer. „Was hast Du denn gemacht?“ Wollte ein Anderer Engel wissen. Das Engelchen erzählte, dass es auf einer Wolke saß und im Wind schaukelte. Es erzählte von seinem gedanklichen Jahresrückblick, und dass es sich mit der Wolke angefreundet hatte, und mit ihr heute um 14 Uhr die Fee Winky besuchen wollte. „Und wo ist Deine Wolke jetzt?“ Wollte ein Engel wissen und schaute neugierig in der Gegend herum. „Sie musste wieder zu den Anderen Wolken.“ Erwiderte der Kleine Engel ruhig.

 

Ein Wunschengel kam auf den Kleinen Engel zu, berührte ihn sanft mit den Flügeln und sagte: „Ich habe in dein Kleines Engelsherz geschaut und gemerkt, dass Du Dir etwas wünschst. Was ist es denn?“ Der Kleine Engel hatte mit dieser Frage im Moment nicht gerechnet und sagte zögernd: „Ähm das möchte ich noch nicht vor allen Engeln sagen. Die Einzige, die von meinen Wünschen weiß, ist meine Freundin, die Fee Winky.“ Der Wunschengel schaute zuerst etwas nachdenklich, doch dann sagte er: „Wir können uns gern mal treffen, Du und ich, und unter 4 Engelsaugen über Deine Wünsche sprechen.“ Der Kleine Engel hopste in die Höhe, so wie er es immer zu tun pflegte, wenn er sich über etwas freute. Dann sagte er zum Wunschengel: „Oh ja! Wann können wir uns denn treffen?“ „Wann du willst.“ Sagte der Wunschengel lächelnd. Der Kleine Engel überlegte eine Weile und fragte dann: „Treffen wir uns einmal in einer schönen, hellen und klaren Mondscheinnacht?“ „Das ist eine Gute Idee!“ Rief der Wunschengel. Dann fügte er noch hinzu: „Oh Engelchen! Heute kommt genau so eine Mondscheinnacht, und noch dazu Vollmond!“ Jetzt machte sogar der Wunschengel einen Luftsprung. Sie verabredeten sich also für den heutigen Abend.

 

Es war bereits halb 2 geworden und der Kleine Engel beschloss noch ein Bisschen im Licht zu baden, um dann um 14 Uhr erfrischt mit seiner Wolke zu Winky fliegen zu können. Normalerweise genoss er es lange Zeit im Licht zu baden, doch so viel Zeit hatte er jetzt nicht mehr, weil er noch einiges zu erledigen hatte, und sich ja auch noch mit den Anderen Engeln unterhalten hatte. Aber es ging sich alles problemlos aus, und pünktlich um 14 Uhr erschien der Kleine Engel beim vereinbarten Treffpunkt. Seine Wolke war auch schon da. Sie war sogar schon ein Bisschen früher am Treffpunkt angelangt. Nun konnte es endlich losgehen!

 

Winky saß in ihrem Blätterhaus, und flocht einen Kranz aus Gänseblümchen. Sie konnte es kaum mehr erwarten, ihren Kleinen Engelsfreund wieder zu sehen. Winky mochte diesen Kleinen Engel sehr, und bewahrte das, was er ihr erzählte wie einen Schatz in einer Schatztruhe in ihrem Herzen auf. Winky war schon gespannt, was der Kleine Engel ihr heute wieder zu erzählen hatte. Sie lauschte und wartete schon ganz ungeduldig auf ihn.

 

Nun war es endlich soweit. Der Engel schwebte langsam mit seiner Wolke auf das Haus von Winky zu und klopfte an die Tür. „Herein?“ Ertönte eine feine Stimme von drinnen. Ganz leise und langsam öffnete das Engelchen die Tür und schwebte auf der Wolke herein. „Hallo Winky!“ rief es, sprang von der Wolke und umarmte die Kleine Fee. Nach der Begrüßung zeigte der Kleine Engel der Fee Winky seine Wolke. Winky fragte lachend: „Glaubst Du darf ich auch mal ein Paar Runden auf Deiner Wolke schweben?“ Der Kleine Engel lachte und dann sagte er: „Da musst du die Wolke fragen.“ Winky brauchte nicht mehr fragen, denn die Wolke hatte alles mit angehört und sagte: „Natürlich! So eine Nette Fee lasse ich doch gerne auf mir schweben!“ Die Fee bedankte sich und flog mit der Wolke davon.

 

Während Winky mit der Wolke des Engelchens einige Runden schwebte, schaute sich der Kleine Engel den schönen Gänseblümchenkranz an, der am Tisch lag. Er wollte diesen unbedingt haben, wusste zu dieser Zeit ja noch nicht, dass dieser Blumenkranz sowieso für ihn bestimmt war. Aufgeregt trippelte er im Feenhaus auf und ab und fragte sich, wann Winky denn endlich mit seiner Wolke zurückkommen würde. Er musste sie unbedingt wegen dem Gänseblümchenkranz fragen, ob er den haben dürfe.

 

Das Engelchen atmete auf, als Winky endlich wieder mit der Wolke auftauchte. Der Engel flog auf die Fee und die Wolke zu und begann gleich mit seiner Frage. „Winky, darf ich den Gänseblümchenkranz haben?“ Während er dies fragte, hüpfte er auf und ab. Winky antwortete lachend: „Aber Engelchen! Der Kranz ist sowieso für Dich bestimmt!“ Während sie diese Worte sprach, strich sie ihm über sein lockiges Engelshaar. Dann schwebten sie wieder in Winky’s Haus zurück und Winky setzte dem Engelchen den Kranz auf den Kopf. Nun hatte der Kleine Engel seinen Eigenen Haarkranz, und darüber freute er sich sehr.

 

Winky und der Kleine Engel setzten sich gemütlich an den Tisch und Winky begann mit dem Kleinen Engel ein Gespräch: „Und hast Du Deinen Engelsgefährten schon mal von Deinen Wünschen erzählt?“ Wollte Winky wissen. „Nein, aber ich habe mich für heute Abend mit einem Wunschengel verabredet. Mit ihm will ich erst mal unter 4 Augen über meine Wünsche sprechen.“ Erwiderte der Kleine Engel und seine Augen leuchteten. „Na das ist schon mal ein Guter Anfang.“ Meinte Winky und lächelte ihn an. Jetzt meldete sich die Wolke zu Wort: „Welche Wünsche hat der Kleine Engel?“ Winky erklärte: „Die Wünsche muss Dir das Engelchen schon selbst mitteilen, liebe Wolke.“ „Fliegst Du mit mir zum Wunschengel, also zu Eurem Treffpunkt?“ Fragte die Wolke den Kleinen Engel. „Hm, Ja, aber nur unter einer Bedingung: Du musst das für Dich behalten, was der Wunschengel und ich sprechen.“ Die Wolke versprach es dem Kleinen Engel und sagte: „Das ist großes Wolkenehrenwort!“ „Gut.“ Sagte der Engel und lächelte. Winky hatte den Beiden still zugehört.

 

Als die Abenddämmerung hereinbrach, machte sich der Kleine Engel mit seiner Wolke wieder auf den Weg zurück. Er musste ja heute noch zu einem Treffen mit dem Wunschengel. Als er wieder angekommen war, ließ er kurz den Wunschengel rufen und fragte ihn: „Du macht es Dir was aus, wenn meine Wolke bei dem Treffen dabei ist?“ Der Wunschengel sagte: „Nein Engelchen, mir macht es nichts aus. Du musst und sollst selbst entscheiden, wen du zu dem Treffen mitnehmen möchtest.“ Dann schaute er auf die Flügelchen des Engels und fügte hinzu: „Engelchen, du darfst aber nicht vergessen, dass Du ja auch noch Deine Eigenen Flügel zum Fliegen hast. Ich rate Dir, dass Du nicht zu sehr von Deiner Wolke abhängig werden solltest, wenn du fliegen möchtest.“ „Nein, nein das wird schon nicht passieren! Sagte der Engel. „Gut, dann sehen wir uns später.“ Sagte der Wunschengel und flog davon. Die Wolke verabschiedete sich auch einstweilen von ihrem Engelsfreund, und flog zu ihren Kolleginnen.

 

Der Mond schien hell und die Zeit war gekommen. Der Kleine Engel flog mit seiner Wolke zum Stern des Wunschengels, dort war dieser zu Hause. Der Wunschengel hatte ihn schon erwartet. „Herzlich willkommen, liebes Engelchen“! Rief der Wunschengel und bot dem Engel einen Platz an. Die beiden Engel saßen sich gegenüber.

 

„Also, nun leg los, Engelchen!“ Ermutigte ihn der Wunschengel. „Also, ich habe eigentlich 2 Wünsche.“ Erwiderte das Engelchen. „Nun sag schon!“ Sagte der Wunschengel. „als erstes hätte ich gerne einen Namen, der zu mir passt.“ „Na ja“, sagte der Wunschengel, „du bist ja immer ein recht fröhlicher Engel.“ Der Kleine Engel nickte zustimmend. „Wie wär’s mit Efrosynia?“ Fragte der Wunschengel. „Gute Idee! Da steckt froh drinn, obwohl es beim Namen ohne H geschrieben wird. Efrosynia, Efrosynia, Efrosynia.“ Wiederholte der Kleine Engel immer und immer wieder seinen neuen Namen. Dabei hopste er fröhlich herum. „Und nun sprechen wir über Deinen Zweiten Wunsch. Wie lautet er denn?“ Fragte der Wunschengel. Efrosynia setzte sich wieder still hin und sagte: „Ich hätte gerne einen Aufgabenbereich, um den ich mich kümmern kann.“ „Oh, was für ein Schöner Wunsch!“ Rief der Wunschengel. Er dachte einen Augenblick nach und sagte dann: „Efrosynia, ich habe eine Idee!“ „Welche denn?“ Fragte Efrosynia jubelnd. „Du könntest doch als Engel der Fröhlichkeit arbeiten.“ Meinte der Wunschengel. „Was muss ich da genau tun?“ Fragte Efrosynia, und schaute den Wunschengel neugierig an. „Das ist ganz einfach“, meinte der Wunschengel. „Du sollst zum Beispiel Fröhlichkeit auf die Erde zu allen Lebewesen bringen.“ „Heißt das auch, dass mich jeder rufen kann, wenn er Fröhlichkeit und gute Laune braucht?“ Fragte Efrosynia mit leuchtenden Augen. „Genau!“ Rief der Wunschengel und nickte heftig mit dem Kopf. „Ja lieber Wunschengel, diese Aufgabe will ich gern übernehmen!“ Rief Efrosynia und machte einen Luftsprung. „Gut, dann werde ich gleich eine Engelversammlung für morgen einberufen.“ Sagte der Wunschengel. „Nun geh aber schlafen liebe Efrosynia. Morgen ist ein Großer Tag für Dich, weil du auf Deinen Namen getauft, und zum Engel der Fröhlichkeit ernannt wirst.“ Fügte der Wunschengel noch hinzu. Efrosynia nickte und sagte dann: „Danke lieber Wunschengel, dass du mich so tatkräftig unterstützt!“ „Mach ich doch gerne!“ Sagte der Wunschengel und klopfte Efrosynia leicht auf die Schulter. Dann flog Efrosynia auf ihrer Wolke nach Hause.

 

Die Engel hatten alle die Nachricht des Wunschengels wegen der morgigen Engelversammlung erhalten, und auch den Grund dafür. Als Efrosynia dann auf ihrer Wolke zu Hause ankam, wurde sie von den Anderen Engeln freudig empfangen. Alle umfingen sie liebevoll mit den Flügeln und waren sehr stolz auf sie. Nach einiger Zeit zog sich dann jedes Engelchen auf seinen Engelsstern zurück, um sich auszuruhen. Efrosynia war aber viel zu aufgeregt, um Ruhe zu finden. Plötzlich fiel ihr ein, dass man die Feenfreundin Winky ja noch verständigen müsse, wegen dem Großen Tag morgen. Aber auch dafür hatte der Wunschengel gesorgt. Es sollte allerdings für Efrosynia eine Überraschung sein.

 

Winky war gerade vom Mondscheintanz zurückgekehrt, als plötzlich ein Vögelchen durch ein Fenster ins Feenhäuschen geflogen kam. „Guten Abend liebes Vögelchen!“ Sagte Winky und lächelte. „Was kann ich für dich tun?“ Fragte Winky sanft. „Guten Abend Winky, ich möchte dir eine Nachricht überbringen.“ Zwitscherte das Vögelchen. „Ach ja? Welche Nachricht, und von wem?“ Fragte Winky neugierig. Das Vögelchen sprach nun weiter: „Es geht um Deinen Kleinen Engelsfreund. Der Kleine Engel hat morgen seinen Großen Tag. Ihm werden morgen seine 2 Wünsche erfüllt, über die er mit dem Wunschengel gesprochen hat. Und du bist herzlich zur Engelsversammlung eingeladen, liebe Winky.“ „Oh“! Hauchte Winky. „Weißt Du etwas über die Wünsche liebes Vögelchen?“ Fragte Winky. Das Vögelchen nickte und sagte: „Erstens wird der Engel auf den Namen Efrosynia getauft, weil er sich einen Namen wünschte, und zweitens bekommt er, bzw. sie eine Aufgabe als Engel der Fröhlichkeit. Das Engelchen hat sich nämlich als zweiten Wunsch eine Aufgabe gewünscht.“ „Ach, dass sind ja genau die Wünsche, die das Engelchen mir erzählt hat! Und noch dazu passen der Name und die Aufgabe sehr gut zum Kleinen Engelchen.“ Rief Winky. „Das ist doch wunderbar!“ Fügte sie dann noch hinzu. Danach bedankte sich Winky für die Gute Nachricht, und das Vögelchen flog davon.

 

 Efrosynia lag im Bett und döste vor sich hin. Sie hoffte sehr, dass die Nacht bald vorbei sein würde. An richtig einschlafen war in dieser Nacht nicht zu denken. Sie konnte ihr Glück kaum fassen. Vom Einen Tag auf den Anderen kam die Erfüllung ihrer beiden Wünsche. Efrosynia dachte dann wieder an ihre Feenfreundin Winky und fragte sich: „Hoffentlich hat sie die Nachricht erhalten, und wird sie morgen kommen?“ Plötzlich hielten es ihre Kleinen Augen doch nicht mehr aus offen zu bleiben, und Efrosynia fiel in einen tiefen Engelsschlaf.

 

Am nächsten Morgen wurde Efrosynia von der Sonne wachgekitzelt. Schnell stand sie auf und zog ihre schönsten Engelskleider an. Nach einem Bad im Licht und der Morgenbegrüßung durch ihre Engelskollegen sagte sie: „So, ich muss jetzt schnell zu Winky fliegen, und sie über den heutigen Tag informieren!“ Ein anderer Engel hielt sie zurück und rief: „Nein Efrosynia, das brauchst du nicht! Sie ist schon darüber informiert worden.“ „Und kommt sie?“ Wollte Efrosynia wissen. „Das bleibt noch ein Geheimnis.“ Erwiderte der Engel.

 

Efrosynia flog zu ihrer Wolke, um auf ihr zu schaukeln. Sie schaute auf die Erde nieder und sah ein paar Elfen, die vergnügt im Sonnenschein tanzten, lachten und spielten. „Hallo, liebe Elfen!“ Rief Efrosynia auf die Erde den spielenden, tanzenden Elfchen zu. Die Elfen riefen zurück: „Hallo Efrosynia!“ „Woher wisst Ihr denn schon meinen Namen?“ Rief Efrosynia auf die Erde. Die Elfen lachten nur und eine sagte dann schließlich: „Weißt du, alle Engel des Himmels und auch alle Naturengel wurden über Dich und Deine Neue Aufgabe informiert. Daher kennen wir Deinen Namen.“ Das verstand Efrosynia natürlich, und sie freute sich sehr. Efrosynia war früher immer ein Engelchen gewesen, dass immer dachte, es würde nie eine Bedeutung und/oder eine Aufgabe haben. Aber sie hatte trotzdem nie aufgehört froh und fröhlich zu sein, weil sie ein Ziel und einen Traum hatte, der sich dank des Wunschengels nun endlich erfüllte.

 

Es war Mittag geworden. Efrosynia hatte sich während sie auf ihrer Wolke schaukelte gut mit den Elfen unterhalten, als plötzlich jemand laut ihren Namen rief: „Efrosynia!“ Sie antwortete: „Ja, was gibt’s denn?“ „Komm jetzt bitte!“ Rief die Stimme zurück. Es war der Wunschengel, der Efrosynia in die große Versammlungshalle führen sollte. Efrosynia sprang von der Wolke und flog dem Wunschengel entgegen. „Komm“! Sagte er. „Die Versammlung beginnt in wenigen Augenblicken.“ An der Hand des Wunschengels kam Efrosynia in die Halle. Die Menge applaudierte. Der Wunschengel setzte Efrosynia auf ihren Platz und ging nach Vor zum Podium. „Darf ich um Ruhe bitten?!“ Rief er. Ein anderer Engel unterstützte seine Bitte um Ruhe und läutete mit einer Glocke. Dann, endlich waren alle leise. Efrosynia rutschte nervös auf ihrem Platz hin und her, während der Wunschengel seine Rede hielt. Sie wusste nämlich, dass sie auch ein Paar Worte sprechen musste, nachdem der Wunschengel mit seiner Rede fertig war. Plötzlich stupste sie jemand von hinten an und flüsterte leise: „Du schaffst es Efrosynia!“ „Wer war das?“ Fragte sich Efrosynia und schaute nach hinten. Und zu Efrosynia’s großer Freude war es Winky! Efrosynia hüpfte kurz in die Höhe und Winky lachte leise.

 

In der Rede erwähnte der Wunschengel das Treffen zwischen Efrosynia und ihm, und wie stolz er auf das Engelchen ist, und auch, dass er sich ganz sicher ist, dass Efrosynia ihre Aufgabe als Engel der Fröhlichkeit sehr gut und zum Wohle aller Lebewesen ausführen wird. Zuletzt sagte er noch: „So, und nun komm bitte auf die Bühne, liebe Efrosynia. Du wirst auf deinen Namen getauft, und kannst selbst eine Kleine Rede halten. Danach wirst du offiziell zum Engel der Fröhlichkeit ernannt und ab diesem Zeitpunkt darfst du Deiner Arbeit nachgehen.“ Efrosynia ging in kleinen Schritten Richtung Bühne. Sie war sehr nervös, weil sie noch nie eine Rede gehalten hatte. Doch nun musste sie über ihren eigenen Schatten springen und die Nervosität, die Angst und auch die Schüchternheit überwinden. Sie hatte immerhin ihr Ziel erreicht. Und darauf war auch sie selbst sehr stolz.

 

Als sie auf der Bühne stand, wurde sie zuerst auf ihren Namen Efrosynia getauft. Danach wurde sie gebeten, doch auch eine Kleine Rede zu halten und zu schwören, dass sie die Aufgabe zum Wohle aller erledigen würde. Efrosynia begann also ihre Rede: „Ich heiße alle sehr herzlich willkommen und freue mich, dass Ihr alle so zahlreich erschienen seid. Besonders möchte ich einen Ehrengast in unserer Mitte begrüßen, und zwar meine liebe Freundin Winky!“ Es gab Applaus, dann sprach Efrosynia weiter: „Als nächstes möchte ich mich beim Lieben Wunschengel sehr herzlich bedanken, dass er mir geholfen hat, so schnell an mein Ziel zu kommen.“ Der Wunschengel nickte lächelnd und sagte in die Menge: „Ihr müsst wissen, dass ich das sehr gerne getan habe.“ Und nun zum letzten, und sehr wichtigen Teil von Efrosynia’s Rede: „Und im letzten Teil meiner Rede möchte ich nun noch schwören, dass ich meine Aufgabe, als Engel der Fröhlichkeit zuverlässig und auch zum Wohle aller Lebewesen durchführen möchte! Und nun danke ich für die Aufmerksamkeit.“ Es gab Applaus. Während  alle klatschten, sagten Winky und der Wunschengel zu Efrosynia: „Deine erste Rede war sehr gut!“ Nach dem tosenden Applaus wurde Efrosynia offiziell zum Engel der Fröhlichkeit ernannt.

 

Nach dem offiziellen Teil der Versammlung wurde gefeiert, gegessen und getanzt. Für Efrosynia war es der schönste Tag ihres Lebens. Und ihre Aufgabe meistert sie nach wie vor erfolgreich. (Ich glaube zumindest daran). Die Fee Winky ist immer noch Efrosynia’s beste Freundin.

 

Das war die Geschichte vom Kleinen Engel.

von Lini - veröffentlicht in: Engelgeschichten
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