Die Begegnung mit der Blumenfee - Teil 2

Veröffentlicht auf von Lini

Die Begegnung mit der Blumenfee – Teil 2

 

Kurz nachdem Emily weggegangen war beschließt Fairylia der Feenkönigin einen Besuch abzustatten. „Vielleicht kann die ehrwürdige Königin etwas über die kleine Emily herausfinden.“ Denkt sich Fairylia und macht sich auf den Weg. Sie fliegt zur Linde und begrüßt den Baumgeist Lindenius, der wie im ersten Teil schon erwähnt der Wächter des unsichtbaren Tores ist. „Guten Abend Lindenius. Bitte öffne mir das Tor.“ Sagt Fairylia. „Nanu? Deine Blume ist doch noch nicht verblüht Fairylia.“ Sagt Lindenius, der Geist des Baumes. „Ja, dass stimmt, aber ich muss mit der Königin etwas klären.“ Antwortet Fairylia. „Aber wer passt einstweilen auf dein Blümchen auf?“ Will Lindenius wissen. „Ich habe meine Nachbarin Fairylynn gebeten, dass sie während ich bei der Königin bin auf meine Blume aufpasst.“ „Okay gut.“ Erwidert Lindenius beruhigt und öffnet das für Menschen unsichtbare Tor.

 

Fairylia schwebt durch das Tor. Dann fliegt sie durch ein zweites Tor ins Elfen und Feenreich. Schnell fliegt sie weiter zum Schloss der Feenkönigin Blumfairynia.

 

Königin Blumfairynia hat vom Baumgeist Lindenius schon eine Nachricht erhalten mit der Information, dass Fairylia auf den Weg zu ihr ist. Die Königin ist schon gespannt, welches Anliegen die kleine Blumenfee hat. Sie ist verwundert, weil es eher ungewöhnlich ist, dass Fairylia obwohl die Blume noch nicht verblüht ist ins Feenreich kommt.

 

Fairylia ist nun beim Schloss angekommen und landet. Eine Dienerin erwartet sie schon und sagt: „Guten Abend! Sie werden bereits erwartet.“ Fairylia wird von der Dienerin zur Königin begleitet.

 

Nach dem üblichen Begrüßungsritual, Knicks machen usw. bietet Königin Blumfairynia der Blumenfee einen Platz an und sagt: „Nun Fairylia, was führt Dich zu mir?“ Fairylia erzählt von Emily, ihre Liebe zur Natur und ihr Interesse an der Feenwelt. Dann erzählt sie, dass Emily sich mit ihr anfreunden wollte und fragt, ob sie sich auf eine Freundschaft mit dem Menschenmädchen Emily einlassen kann. Die Königin überlegt kurz und fragt: „Hast Du ein Bild von Emily?“ Fairylia weiß sehr wohl noch, wie Emily aussieht und schickt das Bild von Emily gedanklich in die Zauberkugel der Königin. „Ich habe Ihnen das Bild in die Kugel geschickt Majestät.“ Antwortet Fairylia. Königin Blumfairynia sieht sogleich in ihrer Zauberkugel nach und findet Emilys Bild. Nach der ausgiebigen Betrachtung des Bildes wendet die Königin nun den Herzscannerblick an. Mit diesem Blick kann sie anderen Wesen, so auch Menschen in die Herzen sehen um zu erkennen, wie ein Mensch ist und ob er gute Absichten hat oder nicht.

 

Die Königin ist mit ihrer Bildbegutachtung fertig und sagt: „Liebe Fairylia, bei der kleinen Emily gibt es keinen Grund Angst zu haben. Es liegt nichts negatives vor. Sie ist ein sehr liebes Mädchen und du kannst dich getrost mit ihr anfreunden.“ „Vielen Dank Majestät. Das ist ja eine gute Nachricht.“ Antwortet Fairylia und beginnt sich Vorwürfe zu machen. Königin Blumfairynia spürt gleich, dass mit Fairylia etwas nicht stimmt und fragt: „Was ist los? Ich dachte, dass ist eine gute Nachricht.“ „Ist es ja auch Frau Königin.“ Antwortet Fairylia und erzählt, wie sie zu Emily sagte, dass sie sich noch nicht sicher sei, ob sie eine Freundschaft mit ihr eingehen soll. Dann erzählt sie auch, dass Emily daraufhin sehr enttäuscht weggegangen war. Die Königin streichelt Fairylia sanft übers Haar und sagt: „Du hast nichts falsch gemacht liebe Fairylia. Du hast nur die Wahrheit gesagt und das ist schon gut so. Ich bin mir sicher, dass Emily morgen wieder zu dir kommt. Ich habe deutlich gesehen, dass sie Dich fest in ihr Herz geschlossen hat.“ Das was die Feenkönigin sagte lässt Fairylia erkennen, dass sie sich keine Vorwürfe machen braucht und sie antwortet: „Danke Majestät! Sie haben es geschafft, dass ich mir keine Vorwürfe mehr mache. Wenn Sie es gestatten, würde ich Sie gerne umarmen.“ Die Königin lächelt und lässt sich von Fairylia umarmen. „Ah! Das hat gut getan!“ sagt Königin Blumfairynia. Lächelnd antwortet Fairylia: „Kann ich jederzeit wieder machen Frau Königin!“ „Danke Fairylia! Aber nun bitte ich Dich, flieg wieder zurück zu deiner Blume. Ich bin auch schon müde und will mich jetzt zur Ruhe begeben.“ antwortet die Feenkönigin. „Ja Majestät. Schlafen Sie gut und ich komme sie jederzeit gerne wieder besuchen wenn Sie möchten.“ Erwidert Fairylia. „Danke, schlafe auch gut und mache dir keine Sorgen Fairylia.“ Nach diesen aufmunternden Worten der Königin wird Fairylia wieder von einer Dienerin bis vor das Schloss begleitet. Elegant erhebt sich die Blumenfee wieder in die Lüfte und schwebt davon.

 

Erschöpft aber glücklich und zufrieden kommt Fairylia wieder bei ihrer Blume an. Sie bedankt sich bei ihrer Nachbarin Fairylynn für’s Aufpassen. Danach legt sie sich neben die Blume in die Wiese und schläft ein. Sie hat keinen festen Schlaf. Sie muss ja sofort reagieren, wenn ein Feind sich der Blume nähert.

 

Der Nächste Morgen ist gekommen. Die Sonne kitzelt Fairylia wach. Fairylias Blume ist mit frischem Tau benässt. Der erste Gedanke, den Fairylia nach dem Aufwachen hat ist: „Ob Emily heute wieder kommt?“ Plötzlich wird Fairylia aus ihren Gedanken gerissen, weil Lindenius nach ihr ruft: „Fairylia! Post für Dich!“ Blitzschnell fliegt Fairylia zur alten Linde, wo sie schon von Lindenius erwartet wird. „Guten Morgen Lindenius!“ Sagt Fairylia fröhlich und streckt ihm die Hand zum Morgengruß hin. „Guten Morgen Fairylia! Ich habe hier ein Päckchen für Dich.“ Antwortet Lindenius und hält ihr das Päckchen hin. Verwundert nimmt Fairylia das Päckchen und fragt: „Und von wem ist das?“ „Ein Bote der Feenkönigin hat es gebracht, also wird es von der Königin persönlich sein.“ Antwortet Lindenius. „Vielen Dank und ich wünsche Dir einen wunderschönen Tag.“ Sagt Fairylia. „Danke, wünsch ich Dir auch.“ Erwidert Lindenius kurz. Danach fliegt Fairylia wieder zu ihrer Blume zurück und betrachtet das Päckchen. „Was da wohl drinn ist?? Ob es auch etwas mit Emily zu tun hat?“ fragt sie sich.

 

Fortsetzung folgt

Veröffentlicht in Feengeschichten

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